Vor einiger Zeit wurde auf Noupe.com ein Artikel zum Thema WordPress-Performance veröffentlicht – 13 Great WordPress Speed Tips & Tricks for MAX Performance. Im folgenden findet ihr eine kleine Zusammenfassung des Artikels (und 2 zusätzliche Tipps von mir
):
- WordPress stets aktuell halten- gerade der Sprung von einer älteren Version auf die neuen 2.7er-Versionen von WordPress kann die Performance stark steigern
- Unnötige PlugIns entfernen und benötigte stets aktuell halten- selbst wenn man die Funktionalität eines PlugIns nicht nutzt kostet jedes installierte PlugIn Rechenzeit weil WordPress z.B. prüfen muss ob es aktiviert ist, etc. – von daher sollte man keine PlugIns installieren die man nicht nutzt. Installierte PlugIns sollte man stets aktuell halten – alleine schon wegen potentieller Sicherheitslücken und zum Teil besserer Performance.
- Die Menge an ausgeführten PHP-Code und Datenbankabfragen reduzieren – man sollte nach Möglichkeit unnötige Datenbankabfragen und die Ausführung von Datenbankabfragen verhindern indem man z.B. auf statisches HTML ausweicht (siehe auch 7. !)
- Die Datenbank optimieren und reparieren - man sollte immer darauf achten, dass die WP-Datenbank sowohl optimiert als auch repariert ist. Ich empfehle hierfür das WP-Optimize PlugIn (siehe 14.).
- Nutzung eines Image-Hosting Services – wenn man das nötige Kleingeld dafür übrig hat, sollte man CSS-Dateien, JavaScript-Dateien und Bilder auf einen Dienst wie Amazon S3 auslagern. Das reduziert einerseits die Bandbreite die auf dem eigenen Server verbraucht wird als auch die Prozessorlast auf dem eigenen Server.
- Optimiere alle Bilder – man sollte alle Bilder die man auf der Seite benutzt optimieren. Dafür gibt es z.B. Online-Dienste wie smushit.com oder auch Shrink-O-Matic (eine Adobe-AIR Anwendung) die Bilder ohne sichtbaren Qualitätsverlust verkleinern können.
- WP-SuperCache nutzen – das WP-SuperCache PlugIn reduziert die Serverlast drastisch indem es einen Großteil der Seite als statische HTML-Seiten erzeugt und diese ausliefert statt jedes mal die Datenbank abzufragen.
- PHP Speedy WP benutzen – dieses PlugIn bindet PHP Speedy in WP ein – eine Bibliothek die die zu übertragende Datenmenge durch Kompression stark verringert. ACHTUNG! Das PlugIn arbeitet nicht ohne Anpassungen mit WP SuperCache zusammen! Am besten lest ihr den Artikel auf Noupe für mehr Details!
- WP CSS - diese PlugIn komprimiert CSS Dateien und liefert diese aus statt der normalen Version
- DB Cache - speichert Ergebnisse von Datenbankabfragen im Dateisystem zwischen
- Nutzung der AJAX Libraries API- diese API ist ein Angebot von Google die es erlaubt die ”großen” JavaScript-Frameworks (jQuery, prototype, dojo, usw.) von den Google-Servern aus einzubinden statt sie auf dem eigenen Server zu hosten. Dies hat den Vorteil, dass die Google-Server im Allgemeinen besser ans Internet angebunden sind als die eigenen
Außerdem speichern Browser die Bibliothek zwischen – was ein Vorteil ist wenn viele Seiten diesen Mechanismus nutzen da die Bibliothek nur einmal geladen wird - Die Anzahl Datenbank-Queries und die Seitenladezeit anzeigen- wenn man seine WP-Installation optimiert sollte man sich diese Werte anzeigen lassen um ggf. sofort zu sehen was die Optimierungen bringen (mehr Infos + Code findet sich bei Noupe)
- Optimize DB nutzen- dieses PlugIn bietet eine ähnliche Funktionalität wie das weiter oben erwähnte WP-Optimize.
- WP-Optimize nutzen- dieses PlugIn kann einerseits die Datenbank optimieren aber zusätzlich noch ein paar Dinge mehr. Das PlugIn kann z.B. Artikel-Revisionen löschen, Spam-Kommentare aus der Datenbank entfernen, uvm.
- Anzahl Artikel-Revisionen reduzieren- In den neueren Versionen legt WordPress bei Änderungen an Artikeln Kopien der Artikel in der Datenbank an. Dies ist nützlich um z.B. bequem einen älteren Stand eines Artikels wiederherzustellen wenn man z.B. aus Versehen einen Teil gelöscht hat oder Ähnliches. Das Problem ist, dass WP standardmässig bis zu 10 Versionen eines Artikels in der Datenbank anlegt und dadurch sehr viel “Müll” in der Datenbank entsteht. Daher empfehle ich das Revision Control PlugIn. Mit ihm kann man das Revisionsmanagement bequem in der Admin-Oberfläche von WP konfigurieren (an-/abschalten, Anzahl der Revisionen für Seiten und Artikel festlegen). Durch weniger Revisionen wird die Datenbank entlastet.



Für die Hälfte normaler Blogger sollten die Tipps zum Teil überflüssig sein: WP SuperCache braucht man z.B. nicht bei 10 Lesern am Tag!
Und Aktualisieren und Datenbank-Aufräum-Arbeiten, etc. sind doch eh Pflicht! So wie ein tägliches Backup der Datenbank…
Natürlich hast Du Recht, dass kleine Blogs (wie meines im Moment auch noch
) die ganzen Tipps nicht unbedingt brauchen. Aber es kann ja nicht Schaden sie zu kennen.
Und bei den DB-Backups und den Updates stimme ich Dir auch zu – aber sollen wir mal eine Wette abschliessen wieviele Leute das wirklich tun?