FreeRealms nennt sich ein MMO das Sony vor nicht allzu langer Zeit herausgebracht hat. Was das Spiel sehr von den üblichen Online-Spielen abhebt sind einmal die Klassen und die zahlreichen Mini-Games.
Statt der üblichen Klassen die man von anderen Spielen kennt kann man in FreeRealms z.B. einen Koch spielen (kein Witz!) oder auch Kart-Fahrer, Postbote (!?) und vieles mehr.
Grafisch ist das Spiel in der “niedlich” und familienfreundlich-Ecke angesiedelt. Man wird also kein Blut sehen und realistisch ist die Grafik auch eher nicht. Es geht alles eher ein wenig Richtung Anime.
Das Spiel ist ein typisches Free2Play-Spiel – man kann also kostenlos spielen, allerdings gibt es einmal eine Mitgliedschaft für 5 $ im Monat die zusätzliche Quest, Items, Berufe, etc. freischaltet wie auch einen In-Game Shop in dem man Items für echtes Geld kaufen kann.
Zum GamePlay: ich muss zugeben, dass ich das Spiel nicht übermässig ausgiebig gespielt habe (den Grund dafür erkläre ich später), aber das was ich bisher gesehen habe war ganz in Ordnung. Man fängt in einem Tutorial-Gebiet an in dem man ein paar kleine Aufgaben erledigen muss um dann in die eigentliche Spielwelt zu wechseln. Die Benutzung ist weitgehend wie man es gewohnt ist (Bewegung über Linksklick oder Tastatur, Kamera mit Rechtsklick und Mausbewegung, angreifen mit Linksklick auf Ziel, etc.)
Gleich am Anfang landet man auch schon in einem Minispiel. Minispiele gibt es in FreeRealms jede Menge – sei es, dass man ähnlich wie in Bejeweled (oder ganz grob Tetris/Columns) 3 oder mehr Früchte in einem Spielfeld nebeneinander zu liegen bekommen muss oder das man sein Haustier schrubbt. Es gibt auch z.B. Kart-Rennen (Demolition-Derby oder normales Rennen) und vieles mehr.
Das Alles macht FreeRealms zu einem netten Zeitvertreib für Zwischendurch für Erwachsene. Kinder werden (sofern sie ein wenig englisch können damit sie wissen was zu tun ist – momentan gibt es leider keine deutsche Version) damit noch weit mehr Spass haben.
Kommen wir aber nun zu dem wirklich katastrophalen Manko an dem Spiel – Sony hatte die grundsätzlich nicht falsche Idee den Download für das Spiel relativ klein zu halten und weitere Inhalte später “on-the-fly” nachzuladen wenn das Spiel sie benötigt. Der Client ist daher nur 70MB gross und selbst für Leute mit schlechter Anbindung ans Internet leicht herunterzuladen. Und auch in der Tutorial-Gegend kommt man ganz gut damit klar, dass ab und zu Daten nachgeladen werden (das passiert meistens im Hintergrund während man spielt) aber (und jetzt kommt ein grosses ABER) wenn man ins eigentliche Spiel einsteigt und nicht mindestens eine 1-MBit (besser viel mehr) Leitung besitzt verbringt man viel Zeit mit dem Wartebildschirm der gezeigt wird wenn das Spiel Daten herunterläd. Da ich leider nur DSL-Light mit ca. 400Kbit besitze, durfte ich teilweise schonmal 15-20 Minuten warten bis es weiterging weil das Spiel erstmal 30 MB runterladen musste, etc. – zwar bleiben die Daten dann auf der Platte und man muss sie nicht neu runterladen, aber zumindest mir ist relativ schnell die Lust vergangen. Gerade da das Spiel anfangs für jeden Kampf, jedes Minispiel, etc. erstmal mindestens 7 MB oder mehr runterläd wird das Spiel dadurch unbenutzbar. Ein Download von einigen hundert MB mit dem man wenigstens schonmal die Startgebiete ohne nachladen spielen könnte wäre wesentlich klüger gewesen.
Daher mein Fazit: wenn ihr eine vernünftige Internet-Anbindung habt (2 MBit oder mehr) würde ich definitiv dazu raten mal in das Spiel reinzuschauen. Es scheint einige sehr lustige Zeitkiller drinne zu haben. Habt ihr keine vernünftige Anbindung solltet ihr die Finger davon lassen – es sei denn ihr seid extremst leidensfähig.
Zu guter Letzt noch der Trailer bei YouTube, der einen guten Einblick gibt:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=eA3JNYWBCeA[/youtube]




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